Batterieregelung: Wissen Sie, wie sie Ihr GESCHÄFT beeinflusst?
Batterieregelung: Wissen Sie, wie sie Ihr GESCHÄFT beeinflusst?
Warum die neue Europäische Batterie-Verordnung nicht nur für Hersteller gilt, sondern auch Importeure, Händler und Dienstleistungsorganisationen betreffen kann
Welche neuen Verpflichtungen, QR-Codes, digitale Batteriepässe und Anforderungen an Rückverfolgbarkeit von Batterien in der Lieferkette mit sich bringen werden
Auf welche Daten und Bereiche sollten sich Unternehmen vorbereiten, um Inspektionen, Ausschreibungen und Kundenanforderungen zu bestehen
Die neue Europäische Batterie-Verordnung könnte auch für Unternehmen gelten, die keine Batterien selbst herstellen. Sie betrifft Batterien, die auf dem EU-Markt gebracht oder in Betrieb genommen werden, egal ob sie einzeln verkauft oder in Produkte integriert werden. Die neue Regelung schafft eine praktische Compliance-Agenda für die gesamte Lieferkette: von Herstellern und Importeuren über Distributoren bis hin zu Dienstleistungsorganisationen und -einrichtungen, die sich mit Sammlung, Wiederverwendung oder Recycling beschäftigen.
Batterien werden schnell zu einem der wichtigsten Elemente der europäischen Produktregulierung. Dies ist nicht nur ein Umweltproblem oder eine Verpflichtung der Batteriehersteller.
Für viele Unternehmen wird die größte Herausforderung nicht die tatsächliche Auslegung der Verordnung sein, sondern die Fähigkeit nachzuweisen, dass sie Kontrolle über die Produkte und Batterien haben, die sie vermarkten, importieren oder bedienen. In der Regel sind es Fragen: Wo erscheinen Batterien in Produkten, wer bringt sie auf den EU-Markt, ob die erforderlichen Erklärungen und technischen Unterlagen vorliegen, wie Dienstersatz erfasst wird und ob das Unternehmen auf die Anforderungen für QR-Codes, digitale Batteriepässe oder CO₂-Fußabdruck vorbereitet ist.
Wer von der Regelung betroffen sein könnte
Die Regelung gilt für eine breite Palette von Batterien: tragbare, SLI-, LMT-, EV- und Industriebatterien, einschließlich in Produkte integrierter Batterien. In der Praxis bedeutet das, dass das Thema nicht nur vom Hersteller der Batteriezellen behandelt werden muss. Sie kann auch Unternehmen betreffen, die Batterietechnologie importieren oder vertreiben, Ersatzbatterien verkaufen, ein Servicenetzwerk betreiben oder Batteriespeicher bereitstellen.
Aus Sicht von B2B-Kunden sind Lieferanten von Batteriespeicher- und BESS-Lösungen, Vertriebspartner von Handhabungsgeräten, Importeure von E-Bikes und Mikromobilität, Importeure elektrifizierter landwirtschaftlicher, forstwirtschaftlicher, Bau- oder Bergbauausrüstung, Unternehmen mit Ersatzbatterien sowie Organisationen, in denen Batterien in Betrieb genommen werden, in der Leasing oder Flottenmanagement üblicherweise relevant sind.
Warum reicht es nicht aus, zu sagen: "Ich bin nur ein Verteiler"
Die Rolle eines Unternehmens in einer Kette wird nicht nur durch den Firmennamen bestimmt. Entscheidend ist, wer ein Produkt oder eine Batterie zuerst auf den EU-Markt bringt, wer das Produkt kontrolliert, ob es unter eigener Marke oder Verpackung verkauft wird und ob es Änderungen am Produkt oder an seinem Zweck gibt. In einer bestimmten Situation kann der Distributor so eine Rolle mit größerer Verantwortung übernehmen, insbesondere beim Import aus Drittländern, Eigenmarkenlösungen oder eigenständigem Verkauf von Ersatzbatterien.
In der Praxis beschäftigen sich Importeure und Distributoren daher hauptsächlich mit der Überprüfung der Konformität und Dokumentation durch den Hersteller, einem auditierbaren internen Vorverkaufsprüfprozess, Aufzeichnungen von Batterien in Produkten, Ersatzteilen und Serviceaustauschen, Rücknahme sowie der Fähigkeit, mit Aufsichtsbehörden zu kooperieren oder auf Kundenanforderungen und Ausschreibungen zu reagieren.